Infos zur thailändischen Sprache und Schrift - Homepage von Erwin Sepp

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Infos zur thailändischen Sprache und Schrift

Thailändisch > Einleitung

Was mag es für Gründe geben, sich mit einer so fremdartigen Sprache wie der thailändischen Sprache zu beschäftigen? Bei mir war es der Wunsch, im Urlaub wenigstens die einfachsten Dinge lesen, verstehen und und sagen zu können. Darüber hinaus war es auch ein Abenteuer. Schaffe ich es überhaupt, diese seltsamen Zeichen interpretieren zu können? Gar Worte lesen und auch sprechen zu können?

Inzwischen habe ich mich schon mehr als ein Jahr damit beschäftigt (Stand 10.2004). Ich besuchte einen Kurs der Volkshochschule, habe Trainingssoftware für Thailändisch auf meinem Computer installiert, mehrere Bücher gekauft und aus dem Urlaub eine "echte" thailändische Tastatur mitgebracht. Das thailändische daran ist neben der internationalen Beschriftung die Beschriftung mit den thailändischen Schriftzeichen. Da wird es auf der Tastenkuppe ganz schön eng. Nachdem ich meinen Web-Editor (Dreamweaver MX) auf die Folgeversion MX 2004 upgedated habe, bin ich auch in der Lage, thailändische Schriftzeichen in meiner Homepage darzustellen.

Warum schreibe ich darüber in meiner Homepage?

Wenn man im Internet nach thailändischen Begriffen "googelt", wird man fündig. Einige Seiten liefern sehr interessante Informationen über Land und Leute. Möchte man sich aber über die Sprache und Schrift informieren (zum Zwecke des Erlernens), wird einem nicht sehr geholfen. Es werden gerade mal die Schriftzeichen aufgezählt und vorgesprochen, man findet einige Redewendungen aber das war es auch schon.

Die Ausführungen in meinem Lehrbuch "Thai als Fremdsprache für Anfänger" bezüglich der Grammatik und den Regeln für die Anwendung der Schriftzeichen sind zum teil sehr schwer verständlich. Ich habe diese Tabellen schon oft studiert, bin aber bis heute nicht wirklich schlauer geworden. Eines Tages hatte ich dann einen Geistesblitz: wenn ich es versuche, mein Wissen über die Sprache interessierten Anfängern zu erklären, muss ich mich auf eine besondere Art und Weise mit der Theorie auseinandersetzen. Dadurch vertiefe ich mein Wissen und hoffe darauf, es auch auszubauen. Es ist also absolutes Eigeninteresse. Bitte verzeihen Sie mir.

Ich kann mich auf meiner Homepage nur in schriftlicher und bildlicher Form mit dem Thema auseinandersetzen. Ich bin zwar im Besitz vieler Sounddateien, welche ich aber aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen darf. Für den wirklich interessierten Leser kann ich Kaufhinweise auf die verschiedenen Medien geben. Der Kauf solcher Medien ist dringend zu empfehlen, denn die Aussprache der thailändischen Worte können in schriftlicher Form nur sehr unzureichend wiedergegeben werden. Das Hören der Aussprache von Muttersprachlern ist unumgänglich. Trotzdem glaube ich, dass ich einige wertvolle Hilfen an Gleichgesinnte geben kann.

Ein Beispiel eines thailändischen Satzes (zwei Worte)
In der nebenstehenden Tabelle sind zwei Worte dargestellt.
Die erste Zeile enthält den Originaltext. Der besseren Lesbarkeit, habe ich einen Zwischenraum eingefügt. Normalerweise wird im Thailändischen ein Text ohne Zwischenräume geschrieben, so dass eine Trennung der einzelnen Worte nicht erkennbar ist.
Die zweite Zeile ist die Lautsprachliche Umschreibung und kann im wesentlichen so ausgesprochen werden, wie wir es gewohnt sind. Die doppelten "aa" bedeuten, dass dieser Laut langezogen gesprochen wird.
Die dritte Zeile enthält die Wort-für-Wort-Übersetzung. Diese Art der Übersetzung ist ganz interessant, da sie sehr viel über den Satzbau im Thailändischen erkennen lässt. Bei diesen zwei Worten ist davon allerdings nicht besonders viel zu erkennen.
Die vierte Zeile entspricht einer Übersetzung in ein richtiges Deutsch.

Diese Art der stufenweisen Übersetzung werde ich, soweit sinnvoll, anwenden.

ภาษา

ไทย้

phaasaa

thai

Sprache

Thai

Thailändische Sprache


Das Für und Wider
Neben der subjektiven Motivation die thailändische Schrift und Sprache zu lernen, habe ich noch weitere Kriterien zum Für und Wider kennengelernt. Sollten Sie nach dem Studium der Vor- und Nachteile zu der Überzeugung kommen, dass die Nachteile aus Ihrer Sicht überwiegen, sollten Sie gar nicht mehr weiter lesen. Wenn Sie sich jedoch trotzdem die Mühe machen, werden Sie ein sprachliches Abenteuer erleben, das sich allerdings nicht sofort und vor allem nicht leicht erschließt.

Die "Fürs"

  • Es gibt keine Groß- und Kleinschreibung.

  • Worte sind meist einsilbig.

  • Worte werden nicht gebeugt, haben keine Vergangenheitsform - sie werden immer in der Grundform geschrieben.

  • Die Grammatik ist einfacher als im Deutschen, was aber bei einer Wort-für-Wort-Übersetzung teilweise zu vollkommen unverständlichen "deutschen" Sätzen führt.


Die "Widers"

  • Es gibt 44 Konsonanten die jedoch "nur" 21 unterschiedliche Laute darstellen.

  • Es gibt 32 Vokale die teilweise aus mehreren Zeichen, die rund um den Konsonanten gruppiert werden müssen.

  • Die Silben werden in bis zu 5 verschiedenen Tönen ausgesprochen. Dabei ändert sich die Bedeutung des Wortes total.

  • Zwischen zwei Worten wird kein Leerzeichen eingefügt - sie folgen also bis zum Satzende unmittelbar aufeinander.

  • Häufig sind Vokale zu sprechen die aber nicht geschrieben werden.

  • Konsonanten werden abhängig von der Stellung im Wort vollkommen unterschiedlich ausgesprochen.


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